Fernsehen

Dienstag, 13. Dezember 2005

Die TV-Flops des Jahres 2005

AUf DWDL wurde eine Liste der TV-Flops des Jahres 2005 vorgestellt. Die Liste ist ziemlich lang, was darauf schließen lässt, dass die TV-Sender nicht mehr wirklich nah am Zuschauer ihr Programm gestalten. Hier nun meine Meinung zu einigen der TV-Flops 2005:
  1. Alles außer Sex - Pro 7

  2. Für mich das beste Beispiel für die Fernsehtrennkost des Jahres 2005. Man nehme eine erfolgreiche US-Serie (in diesem Fall "Sex in the City"), die gerade ausgelaufen ist. Dann ein paar findige Programm-Macher und Produzenten, die sich sagen: "Hey, das können wir auch."
    Heraus kommt wenig Story, noch weniger Witz, dafür aber viel, viel nackte Haut; leider selbst für die meisten Männer nicht genug, um dauerhaft einzuschalten.

  3. Big Brother - Die Endlos-Staffel - RTL II

  4. "So lang Gott und der Zuschauer will", so hieß es am Anfang, doch schnell war klar, dass das für den Zuschauer viel zu lang ist. Zum x-ten Mal spazierten degenerierte Möchtegern-Darsteller durch die Big Brother-Landschaft, diesmal sogar ein ganzes Dorf. Genützt hat es wenig, die Qualität sank weiter (in diesem Fall bis hin zur völligen Nicht-Qualität) und die Menschen im Container wurden immer krasser. Im Februar ist endlich Schluss mit der Dauer-Berieselung. Gut, dass die Ewigkeit gerade mal ein Jahr gedauert hat, länger hätte wirklich niemanden gut getan.

  5. Bis in die Spitzen - Sat 1

  6. Als wäre der Gang zum Frisör und der Zwang dort, mit dem sogenannten Hair-Stylisten reden zu müssen, nicht schon Qual genug. Sat 1 musste daraus noch eine Fernsehserie machen. Geschnitten wurde weniger, dafür ging es wieder mal mehr um Sex und wer mit wem was hat. Und Tschüss.

  7. Kanzleramt - ZDF

  8. Wieder mal ein prominentes Vorbild aus den USA: West Wing. Das Kanzleramt sollte zeigen "wie es wirklich im Zentrum der Macht aussieht". Allerdings konnte sich scheinbar niemand vorstellen, dass es so laufen soll (und wahrscheinlich auch nicht tut). Das Kanzleramt war gut gemeint, mehr aber auch nicht.

  9. Numb3rs - Pro 7

  10. Eine wirklich gute Serie aus den USA. Intelligent gemacht, also das, was deutschen Serien meistens schon aus Prinzip fehlt. Dennoch: Der deutsche Zuschauer konnte sich für die Serie nicht erwärmen. Am Stoff kann es ja nicht gelegen haben, schließlich scheinen die Amerikaner es ja auch verstanden zu haben. Ich habe oft den Eindruck, dass dem Zuschauer in Deutschland die Ausdauer fehlt, eine Serie von Beginn bis Ende zu verfolgen. Doch kann so etwas wirklich wahr sein? Na dann - armes Deutschland!

  11. Sophie - Braut wider Willen - ARD

  12. Das ehrgeizige Projekt von der ARD mit Yvonne Catterfeld, von mir besprochen hier.
    ____

    Das ganze ist nur ein kleiner Auszug aus der Liste von DWDL; Sachen, die ich selbst ganz schrecklich fand, und Sachen, bei denen ich nicht verstehen kann, wie sich die Zuschauer das entgehen lassen konnten. Da wir jetzt im Dezember ja eh die ganzen Rückblicks-Sendungen im TV haben, passt das ja ganz gut.
    In diesem Sinne: Auf ein besseres TV-Jahr 2006!

Montag, 12. Dezember 2005

Have you ever tivoed?

Tivo heisst der meistverbreitetste Festplattenrecorder in den USA. Die Nutzerzahlen digitaler Videorecorder (DVR) stiegen in den USA kontinuierlich an und liegen im Moment bei ca. 10% aller amerikanischen Haushalte. Mittlerweile ist der Markenname so allgegenwärtig im Sprachgebrauch verankert, dass es auch einfach mal heisst " Last night, I tivoed „Desperate Housewives", wie "Serienjunkies" berichtet.
Doch inzwischen sorgt der Tivo auch für eine kontroverse zwischen Fernsehsendern und werbetreibender Industrie. Nach einem neuen System der Einschaltquotenmessung sollen jetzt auch solche Haushalte in der Quote erfasst werden, die Sendungen aufzeichnen und sich innerhalb von sieben Tagen anschauen. Wie das ganze technisch funktioniert konnte ich leider nicht rausfinden, aber wenn sich jemand mehr Mühe mit der Recherche macht, dann könnte er es mich ja wissen lassen. Die Werbeindustrie ist natürlich entsetzt über diese Pläne, da ein DVR das Überspulen von Werbung zum Kinderspiel macht. In den USA ist das Institut Nielsen mit der Erfassung der Einschaltquoten beauftragt und plant die Umstellung der Erfassung für Januar. Da der Anteil der DVR jedoch noch nur bei 10% liegt, sind keine gravierenden Veränderungen zu erwarten; es geht also viel mehr um eine Grundsatzentscheidung für die Zukunft.

gefunden: hier

Samstag, 10. Dezember 2005

Erste Telenovela streicht die Segel

Haben die Telenovelas in Deutschland bereits ihren Sättigungsgrad erreicht? Lernen TV-Sender nie, dass das Kopieren von erfolgreichen Formaten nicht zwangsläufig auch wieder zu Erfolg führt? Die Telenovela "Sophie - Braut wider Willen" wird auf jeden Fall ein frühzeitiges Ende finden. Wie "DWDL" berichtet erhält "S-BWW" noch ein Ultimatum bis zu Beginn der Winterspiele in Turin im Februar, bis dahin muss die Geschichte auserzählt sein. Zuletzt fielen die Marktanteile dauerhaft in den einstelligen Bereich, wobei die Sendungen davor und danach deutlich mehr Marktanteile aufzuweisen hatten. Die Telenovela mit Yvonne Catterfeld in der Hauptrolle ist damit die erste Telenovela in Deutschland, die vorzeitig eingestellt wird. Ob sich der Telenovela-Trend nun damit auch schon wieder erledigt hat? Ich denke eher nicht; die Sender, auf denen Telenovelas erfolgreich im Moment laufen, werden sicher schon die nächsten Projekte in der Schublade haben.

Mittwoch, 7. Dezember 2005

Von Kleidersäcken und verlorenen Socken - Werbung einmal anders

In den USA geht man inzwischen neue Wege, um Fernsehserien zu bewerben. Die Plattform für US-Serien "Serienjunkies.de" berichtet, dass zum Start der neuen Mystery-Serie "The Triangle", die vom Mythos des Bermuda-Dreiecks handelt, völlig neue Wege gegangen werden. Der amerikanische "SciFi Channel USA" wird keine TV-Spots für diese Serie ausgestrahlen, vielmehr werden überall im Land schwarze Socken mit dem Slogan "Nothing Stays Lost Forever" aufgehängt.
Ursprünglich wurde die ungewöhnliche Werbeidee für die Serie "Desperate Housewifes" entwickelt, bei der das Serien-Logo und der Claim für die zweite Staffel - "New Season, New Dirty Laundry" - auf Kleidersäcken von Reinigungen aufgedruckt wurden (Bericht dazu bei Serienjunkies).
Die Produzenten von Fernsehserien sind immer mehr gezwungen, neue Verbreitungsarten für Werbung zu erfinden, da die klassische TV-Werbung immer weniger Zuspruch erfährt - meistens schalten die Zuschauer einfach um. Auch die Konkurrenz des Internets für die Unterhaltungsbranche verstärkt diese Tendenz.

Sonntag, 13. November 2005

Kochen bei Kerner

Also ich weiß ja nicht wie es euch geht. Für mich ist Freitag die Kerner-Sendung mit den Köchen das Highlight des Tages. Alle wuseln und sprechen durcheinander, zwischendurch wird ein wenig gekocht, dann auch sofort nach der ersten Runde Alkohol gerufen. Nebenbei gehen auch einige Dinge schief, sind halt auch nur Menschen, die Köche.. Da zündet Sarah Wiener das Öl in der Pfanne an, die Stichflamme direkt in die Kamera, die Chicken Wings von Ralf Zacherl werden auch nicht fertig und Rainer Sass macht mal wieder für alles und jeden (auch nicht zu knapp für sich selbst) Werbung. Nur Johann Lafers Dessert verdient sich (wie immer) eine „glatte Eins“!
Nebenbei bekommt man 23 Uhr noch mal einen Wahnsinns-Hunger, aber was solls, das ist mir der Spaß allemal wert. Die Quoten scheinen auch nicht die schlechtesten zu sein, schließlich ist das ja inzwischen eine regelmäßige Veranstaltung beim ZDF geworden.

Mittwoch, 9. November 2005

Spiegel, Spiegel an der Wand

Ist zwar schon ein paar Tage her, hat mich aber dennoch gefuchst. Seit geraumer Zeit ärger ich mich über die Artikel bei SPON, die über die "Wetten dass, ..."-Sendung vom Vortag berichten.
Eigentlich ja nichts Schlechtes, eine Nachschau, eine Kritik oder wie auch immer man es nennen möchte.
Kritik ist ja auch gut, ja sogar wichtig, doch was mich stört ist Folgendes:
Seit langem ärgere ich mich darüber, dass die wechselnden Autoren an der Kleidung des Moderators, an den Wetten und auch an den Gästen rummäkeln. Doch was da kritisiert wird ist praktisch alles, was die Sendung ausmacht und weswegen jedesmal weit mehr als 10 Millionen Zuschauer die Sendung einschalten.
Jeder weiß, dass Thomas Gottschalk ausgefallene Kleidung trägt. Jeder weiß, dass die Wetten meist wenig sinnvoll sind, ja vielleicht auch nicht sehr spektakulär. Jeder weiß auch, dass die Gäste vor allen Dinge deshalb auf der Couch Platz nehmen, weil sie ihre eigenen Filme, Musikalben oder Bücher promoten wollen.
Also was soll das? Wieso der ganze Sch... Man hat den Eindruck, dass hier einfach kritisiert wird, um zu kritisieren und überhaupt etwas zu sagen zu haben. Ich persönlich lehne diese Artikel ab, weil sie nichts als sinnleere Worthülsen enthalten, die niemanden weiter bringen.
Soviel also zu meiner persönlichen Rückschau.
-----

My MediaMirror

Lustiges, Spannendes und Interessantes über Medien und das sonstige Chaos in der Welt

Aktuelle Beiträge

Ich bin noch da, jedoch...
Vielleicht haben sich einige gewundert, dass ich schon...
Sandmann1202 - 11. Jan, 23:26
Aber ich denke für...
Aber ich denke für sowas wurden doch diese kleinen,...
Sandmann1202 - 1. Jan, 16:37
Numb3rs
Leider hatte ich nur selten die Gelegenheit Numb3rs...
Brettchen (Gast) - 22. Dez, 22:08
Die TV-Flops des Jahres...
AUf DWDL wurde eine Liste der TV-Flops des Jahres 2005...
Sandmann1202 - 13. Dez, 22:07
Have you ever tivoed?
Tivo heisst der meistverbreitetste Festplattenrecorder...
Sandmann1202 - 12. Dez, 21:11

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Suche

 


Allgemeines
Dies und Das
Fernsehen
Fussball
Internet
Medien und Politik
Print
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren