Mittwoch, 11. Januar 2006

Ich bin noch da, jedoch nicht da wo ihr vermutet

Vielleicht haben sich einige gewundert, dass ich schon länger nichts mehr von mir habe hören lassen. Aber keine Angst, ich bin noch da. Ich habe mich nur um ein Projekt gekümmert, das mir sehr am Herzen liegt: Meine eigene Domain mit meinem eigenen Weblog. Jetzt bin ich soweit, dass ich es der Weltöffentlichkeit präsentieren möchte. Also ihr findet mich demnächt auf My Media Mirror wieder. Es ist zwar noch nicht alles fertig, aber das wird schon noch. Bis bald in meinem neuen "Wohnzimmer".

Dienstag, 13. Dezember 2005

Die TV-Flops des Jahres 2005

AUf DWDL wurde eine Liste der TV-Flops des Jahres 2005 vorgestellt. Die Liste ist ziemlich lang, was darauf schließen lässt, dass die TV-Sender nicht mehr wirklich nah am Zuschauer ihr Programm gestalten. Hier nun meine Meinung zu einigen der TV-Flops 2005:
  1. Alles außer Sex - Pro 7

  2. Für mich das beste Beispiel für die Fernsehtrennkost des Jahres 2005. Man nehme eine erfolgreiche US-Serie (in diesem Fall "Sex in the City"), die gerade ausgelaufen ist. Dann ein paar findige Programm-Macher und Produzenten, die sich sagen: "Hey, das können wir auch."
    Heraus kommt wenig Story, noch weniger Witz, dafür aber viel, viel nackte Haut; leider selbst für die meisten Männer nicht genug, um dauerhaft einzuschalten.

  3. Big Brother - Die Endlos-Staffel - RTL II

  4. "So lang Gott und der Zuschauer will", so hieß es am Anfang, doch schnell war klar, dass das für den Zuschauer viel zu lang ist. Zum x-ten Mal spazierten degenerierte Möchtegern-Darsteller durch die Big Brother-Landschaft, diesmal sogar ein ganzes Dorf. Genützt hat es wenig, die Qualität sank weiter (in diesem Fall bis hin zur völligen Nicht-Qualität) und die Menschen im Container wurden immer krasser. Im Februar ist endlich Schluss mit der Dauer-Berieselung. Gut, dass die Ewigkeit gerade mal ein Jahr gedauert hat, länger hätte wirklich niemanden gut getan.

  5. Bis in die Spitzen - Sat 1

  6. Als wäre der Gang zum Frisör und der Zwang dort, mit dem sogenannten Hair-Stylisten reden zu müssen, nicht schon Qual genug. Sat 1 musste daraus noch eine Fernsehserie machen. Geschnitten wurde weniger, dafür ging es wieder mal mehr um Sex und wer mit wem was hat. Und Tschüss.

  7. Kanzleramt - ZDF

  8. Wieder mal ein prominentes Vorbild aus den USA: West Wing. Das Kanzleramt sollte zeigen "wie es wirklich im Zentrum der Macht aussieht". Allerdings konnte sich scheinbar niemand vorstellen, dass es so laufen soll (und wahrscheinlich auch nicht tut). Das Kanzleramt war gut gemeint, mehr aber auch nicht.

  9. Numb3rs - Pro 7

  10. Eine wirklich gute Serie aus den USA. Intelligent gemacht, also das, was deutschen Serien meistens schon aus Prinzip fehlt. Dennoch: Der deutsche Zuschauer konnte sich für die Serie nicht erwärmen. Am Stoff kann es ja nicht gelegen haben, schließlich scheinen die Amerikaner es ja auch verstanden zu haben. Ich habe oft den Eindruck, dass dem Zuschauer in Deutschland die Ausdauer fehlt, eine Serie von Beginn bis Ende zu verfolgen. Doch kann so etwas wirklich wahr sein? Na dann - armes Deutschland!

  11. Sophie - Braut wider Willen - ARD

  12. Das ehrgeizige Projekt von der ARD mit Yvonne Catterfeld, von mir besprochen hier.
    ____

    Das ganze ist nur ein kleiner Auszug aus der Liste von DWDL; Sachen, die ich selbst ganz schrecklich fand, und Sachen, bei denen ich nicht verstehen kann, wie sich die Zuschauer das entgehen lassen konnten. Da wir jetzt im Dezember ja eh die ganzen Rückblicks-Sendungen im TV haben, passt das ja ganz gut.
    In diesem Sinne: Auf ein besseres TV-Jahr 2006!

Montag, 12. Dezember 2005

Have you ever tivoed?

Tivo heisst der meistverbreitetste Festplattenrecorder in den USA. Die Nutzerzahlen digitaler Videorecorder (DVR) stiegen in den USA kontinuierlich an und liegen im Moment bei ca. 10% aller amerikanischen Haushalte. Mittlerweile ist der Markenname so allgegenwärtig im Sprachgebrauch verankert, dass es auch einfach mal heisst " Last night, I tivoed „Desperate Housewives", wie "Serienjunkies" berichtet.
Doch inzwischen sorgt der Tivo auch für eine kontroverse zwischen Fernsehsendern und werbetreibender Industrie. Nach einem neuen System der Einschaltquotenmessung sollen jetzt auch solche Haushalte in der Quote erfasst werden, die Sendungen aufzeichnen und sich innerhalb von sieben Tagen anschauen. Wie das ganze technisch funktioniert konnte ich leider nicht rausfinden, aber wenn sich jemand mehr Mühe mit der Recherche macht, dann könnte er es mich ja wissen lassen. Die Werbeindustrie ist natürlich entsetzt über diese Pläne, da ein DVR das Überspulen von Werbung zum Kinderspiel macht. In den USA ist das Institut Nielsen mit der Erfassung der Einschaltquoten beauftragt und plant die Umstellung der Erfassung für Januar. Da der Anteil der DVR jedoch noch nur bei 10% liegt, sind keine gravierenden Veränderungen zu erwarten; es geht also viel mehr um eine Grundsatzentscheidung für die Zukunft.

gefunden: hier

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